US-Arbeitsrecht für deutsche Unternehmen: Unterschiede zum deutschen Recht

Das Wichtigste in Kürze

Unternehmenssitz:DeutschlandZielland:USA

  • Außer in Montana ist Beschäftigung in den USA in der Regel «at will»: Der Grund einer Kündigung darf nur nicht rechtswidrig sein, und ein Vertrag kann Grenzen setzen.
  • Kündigungsfrist, Abfindung, bezahlte Freizeit und Krankheitstage erfordern getrennte Prüfungen von Bundes-, Landes-, Kommunal- und Vertragsrecht; übernehmen Sie nicht einfach den deutschen Rahmen.
  • Bundesstaaten und Kommunen können eigene Regeln setzen, etwa Kalifornien bei Wettbewerbsverboten: Arbeitsstaat zuerst festlegen.
  • Direkte Anstellung, eine US-Konzerngesellschaft und einen Employer of Record (EOR) vergleichen, bevor Sie einen deutschen Arbeitsvertrag übertragen.

Ohne eigene Gesellschaft im Zielland einstellen?

Ein Employer of Record kann die Person im Zielland anstellen und die lokale Lohnabrechnung übernehmen. Land, Rolle und Startdatum mit Deel besprechen und die Optionen prüfen.

Einstellung in den USA mit Deel planen (öffnet in neuem Tab)

Das US-Arbeitsrecht unterscheidet sich vom deutschen vor allem durch at-will: Laut USAGov erlauben alle Bundesstaaten außer Montana, ein Arbeitsverhältnis jederzeit aus jedem Grund zu beenden, solange der Grund nicht rechtswidrig ist. Hinzu kommt, dass vieles, was in Deutschland gesetzlich garantiert ist, in den USA Vertragssache ist. Diese Begriffe begegnen Ihnen dabei ständig:

  • Ein offer letter ist das schriftliche Stellenangebot. Ein unterzeichneter Vertrag kann at-will begrenzen, wenn seine Bedingungen solche Grenzen schaffen; Mitteilungs- und Vertragsregeln des Bundesstaats sind gesondert zu prüfen.
  • Ein separation agreement hält das Ausscheiden fest; eine Abfindung ist Sache der Vereinbarung (US-Arbeitsministerium, DOL).
  • Der FLSA (Fair Labor Standards Act) setzt Mindestlohn, Überstundenvergütung, Aufzeichnungspflichten und Regeln zur Jugendbeschäftigung fest (DOL).
  • Der FMLA (Family and Medical Leave Act) sieht unbezahlte, arbeitsplatzgeschützte Freistellung vor (DOL).
  • Der NLRA (National Labor Relations Act) schützt das Recht, sich zu organisieren und kollektiv zu verhandeln.
  • Die EEOC (Equal Employment Opportunity Commission) ist die US-Bundesbehörde, die Antidiskriminierungsgesetze des Bundes durchsetzt.
  • Ein Employee Handbook ist die schriftliche Richtliniensammlung des Arbeitgebers; laut EEOC sind schriftliche Richtlinien freiwillig.

Kurzantwort

At-will heißt: Arbeitgeber und Beschäftigte können das Arbeitsverhältnis jederzeit und aus jedem Grund beenden (USAGov). Es braucht also keine soziale Rechtfertigung wie nach dem Kündigungsschutzgesetz; das ist unser Vergleich, keine Aussage einer US-Quelle. Der Grund darf aber nicht rechtswidrig sein.

Deutscher Arbeitgeber mit einer Person in den USA
Frage Antwort in Kürze
Kündigung ohne besonderen Grund Außer in Montana regelmäßig möglich (at-will), aber nicht aus rechtswidrigem Grund und nicht gegen eine vertragliche Bindung
Bezahlter Urlaub, Feiertage und Krankheitstage Paket schriftlich definieren und aktuelle Bundes-, Landes- und Kommunalregeln des Arbeitsorts prüfen
Wettbewerbsverbot aus dem deutschen Vertrag übernehmen Zuerst aktuelles Recht des Arbeitsstaats prüfen; Kalifornien beschränkt solche Klauseln weitgehend, vorbehaltlich Gesetzestext und Ausnahmen
Rechtsrahmen für die Person festlegen Den Arbeitsstaat zuerst bestimmen: Bundesrecht gilt, Bundesstaaten und Kommunen können zusätzliche Regeln setzen

Die Ausnahmen vom at-will-Grundsatz, soweit die Quellen sie belegen:

  • Diskriminierung: USAGov nennt als rechtswidrige Gründe unter anderem Rasse, Geschlecht, Alter (ab 40), nationale Herkunft, Behinderung und genetische Information.
  • Vergeltung: rechtswidrig, wenn sie die Meldung unsicherer oder rechtswidriger Arbeitsbedingungen trifft (USAGov); Maryland ergänzt Anträge auf Arbeitsunfallentschädigung und die Durchsetzung von Überstunden- und Mindestlohnansprüchen.
  • Vertragliche Grenzen: Ein unterzeichneter Vertrag kann at-will begrenzen, wenn seine Bedingungen solche Grenzen schaffen; Maryland nennt auch ausdrückliche Vereinbarungen und Richtlinien.
  • Öffentliche Ordnung (public policy): Belegt ist nur Montanas Gesetz: Eine Kündigung als Vergeltung für die Weigerung, gegen die public policy zu verstoßen, ist rechtswidrig. Richterrechtliche Lehren anderer Staaten haben wir nicht geprüft.
  • Montana: Während der Probezeit des Arbeitgebers gilt at-will; danach umfassen die gesetzlichen Gründe für eine rechtswidrige Kündigung das Fehlen eines good cause.

Die Regeln unterscheiden sich außerdem je Bundesstaat: USAGov weist darauf hin, dass Bundes- und Landesbehörden Gesetze dazu haben, wie und wann gekündigt werden darf.

Deutschland und USA im Überblick

Deutschland und USA im Vergleich
DeutschlandUSA
Kündigungsschutz Nach mehr als sechs Monaten unterliegt der allgemeine KSchG-Schutz zusätzlich den Betriebsgrößenregeln des § 23At-will ist außerhalb Montanas der Grundsatz, vorbehaltlich rechtswidriger Gründe und vertraglicher Grenzen. Montana erlaubt at-will während der Probezeit und wendet danach gesetzliche Kündigungsgrenzen an
Kündigungsfrist Gesetzliche Grundfristen stehen in § 622 BGBVor Kündigung aktuelle Bundes-, Landes-, Kommunal-, Vertrags- und Tarifregeln zur Frist prüfen
Abfindung § 1a KSchG stellt einen bestimmten Weg mit gesetzlichen Bedingungen bereitVor Angebot oder Ablehnung Vertrag, Plan, Landesrecht und Regeln für Verzichtserklärungen prüfen
Gesetzlicher Urlaub Aktuelle §§ 3 und 4 BUrlG sowie BMAS-Hinweise zu Anspruch, Umrechnung der Arbeitswoche und Wartezeit prüfenUrlaub schriftlich regeln und aktuelle Bundes- sowie Landesregeln des Arbeitsorts bestätigen
Feiertage Offiziellen Kalender und Gesetz des deutschen Arbeitsorts prüfenDie Bundesliste in 5 U.S.C. 6103 gilt für Bundesbeschäftigte; private Arbeitgeber prüfen Vereinbarung und anwendbares Landesrecht
Lohnfortzahlung bei Krankheit Bis zu sechs Wochen, Anspruch nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses (§ 3 EFZG)Der FLSA schafft keinen allgemeinen Anspruch auf bezahlte Krankheitstage; aktuelle Regeln von Bundesstaat und Kommune prüfen
Mindestlohn 13,90 Euro je Stunde seit 1. Januar 2026, 14,60 Euro ab 1. Januar 2027 (BMAS)Bundesweit 7,25 US-Dollar nach dem zitierten Code; aktuelle Sätze von Bundesstaat und Kommune bei den zuständigen Behörden prüfen
Überstunden und Arbeitszeit Werktägliche Arbeitszeit höchstens acht Stunden, auf zehn verlängerbar bei einem Durchschnitt von acht Stunden in sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen; § 3 ArbZG nennt keinen ÜberstundenzuschlagDie zitierte FLSA-Regel verlangt für erfasste, nicht befreite Beschäftigte grundsätzlich das 1,5-Fache nach 40 Wochenstunden; weitere Bundes- und Landesregeln können gelten
Schriftlicher Vertrag vs. Offer Letter Wesentliche Bedingungen sind fristgerecht zu dokumentieren; Textform und elektronische Übermittlung sind nach § 2 NachwG grundsätzlich unter Bedingungen und mit Ausnahmen möglichVertragsform und Einstellungsmitteilungen erfordern eine Prüfung des Bundesstaats. Ein Vertrag kann at-will durch seine Bedingungen begrenzen; New York und Kalifornien verlangen bestimmte Lohnangaben
Betriebsrat vs. NLRA § 1 BetrVG regelt die betriebliche Grundlage; besteht ein Betriebsrat, aktuelle Anhörungsregeln des § 102 vor Kündigung prüfenDer NLRA schützt Organisation und Kollektivverhandlung; der Arbeitgeber darf eine Arbeitnehmerorganisation nicht beherrschen (29 U.S.C. 158(a)(2))
AGG vs. Title VII/EEOC Schutz vor Benachteiligung wegen Rasse oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität (§§ 1, 7 AGG); Größenschwellen nicht geprüftTitle VII und ADA ab 15 Beschäftigten, ADEA ab 20; der Equal Pay Act erfasst nahezu alle Arbeitgeber (EEOC). Title VII gilt laut EEOC auch für ausländische Arbeitgeber bei Diskriminierung in den USA
Krankenversicherung Beschäftigte sind grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert (§ 5 SGB V); Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen die einkommensabhängigen Beiträge je zur Hälfte (§ 249 SGB V)Ein applicable large employer, grundsätzlich ab durchschnittlich 50 Vollzeitbeschäftigten einschließlich FTEs im Vorjahr, kann bei gesetzlichen Voraussetzungen eine Zahlung schulden; Landesrecht gesondert prüfen

Die Gegenüberstellung ist unsere eigene Darstellung: Jede Zelle gibt nur wieder, was die jeweilige Quelle sagt. Wo die Prüfung nicht reichte, steht das so in der Zelle.

Gibt es in den USA Kündigungsschutz?

Deutscher Kündigungsschutz und US-at-will verwenden unterschiedliche Strukturen. Prüfen Sie für Deutschland die aktuellen §§ 1 und 23 KSchG, einschließlich Wartezeit und Betriebsgröße. Für die USA bestätigen Sie aktuelle Bundesvorgaben bei den zuständigen Behörden und prüfen Recht des Arbeitsstaats, Vertrag, Richtlinien und Tarifbedingungen. Marylands at-will-Erklärung ist nur ein Landesbeispiel.

Prüfen Sie vor der Kündigung Frist, Abfindung und Verzichtserklärungen nach allen anwendbaren Regeln. Einzelheiten: Mitarbeiter in den USA kündigen.

Das US-Modell unterscheidet sich vom deutschen Betriebsratssystem. 29 U.S.C. 158(a)(2) verbietet die Beherrschung einer Arbeitnehmerorganisation durch den Arbeitgeber. Übertragen Sie eine deutsche Betriebsratsstruktur nicht ohne Prüfung durch US-Arbeitsrechtler.

Wie viel Urlaub bekommen Arbeitnehmer in den USA?

Für Deutschland prüfen Sie die aktuellen §§ 3 und 4 BUrlG sowie BMAS-Hinweise zu Anspruch, Umrechnung auf die tatsächliche Arbeitswoche und Wartezeit. Für die USA regeln Sie Urlaub, Feiertage und Krankheitstage schriftlich und prüfen aktuelle Bundes-, Landes- und Kommunalvorgaben am Arbeitsort.

Die Zahl der Urlaubstage steht also in Offer Letter, Vertrag oder Richtlinie, nicht in einem Bundesgesetz. Die DOL-Seite erwähnt landesrechtliche Regeln nicht; prüfen Sie, ob Ihr Arbeitsstaat mehr verlangt. Mehr dazu: Urlaub und Feiertage in den USA.

Bei Feiertagen ist der Unterschied ähnlich. In Deutschland sind sie Ländersache, und nach Destatis unterscheidet sich ihre Zahl je Bundesland. In den USA legt 5 U.S.C. 6103 nach dem OPM Feiertage für Bundesbeschäftigte fest; als Pflicht für private Arbeitgeber beschreibt die Quelle diese Tage nicht.

Gibt es Lohnfortzahlung im Krankheitsfall?

Der FLSA schafft für Beschäftigte der Privatwirtschaft keinen allgemeinen Anspruch auf bezahlte Krankheitstage. Bundesstaaten und Kommunen können solche Pflichten vorsehen, prüfen Sie daher das aktuelle Recht am Arbeitsort. Zum Vergleich sieht § 3 EFZG in Deutschland nach der gesetzlichen Wartezeit bis zu sechs Wochen Fortzahlung vor.

Der FMLA schließt die Lücke nicht, denn er gewährt nur unbezahlte Freistellung. Nach dem DOL erfasst er private Arbeitgeber mit 50 oder mehr Beschäftigten und gibt berechtigten Beschäftigten bis zu 12 Wochen in einem 12-Monats-Zeitraum.

Auch die Krankenversicherung läuft anders. Ein applicable large employer, grundsätzlich mit durchschnittlich mindestens 50 Vollzeitbeschäftigten einschließlich Vollzeitäquivalenten im Vorjahr, kann bei Eintritt der gesetzlichen Bedingungen eine Zahlung schulden. Der IRS wendet Zusammenrechnungsregeln auf verbundene Arbeitgeber an. Prüfen Sie die aktuelle Berechnung und Regeln des Bundesstaats.

Brauchen US-Mitarbeiter einen schriftlichen Arbeitsvertrag?

Nach § 2 NachwG sind wesentliche Bedingungen fristgerecht zu dokumentieren. Textform und elektronische Übermittlung sind grundsätzlich möglich, vorbehaltlich der Bedingungen zu Zugang, Speicherung, Ausdruck, Empfang und Branche. Prüfen Sie für eine US-Einstellung Vertragsform und Mitteilungspflichten des Arbeitsstaats statt eine einheitliche Bundesregel anzunehmen.

Das heißt nicht, dass es keine Schriftformregeln gibt. New York verlangt bei Einstellung eine schriftliche Mitteilung unter anderem des Lohnsatzes (Labor Law § 195); Kalifornien verlangt laut DLSE eine Mitteilung mit Lohnsatz und Berechnungsgrundlage. Beides sind Landesbeispiele, keine Bundespflicht.

Praktisch entscheidet der Inhalt. Ein unterzeichneter Vertrag kann at-will begrenzen, wenn seine Bedingungen solche Grenzen schaffen; Maryland nennt Vertrag, Vereinbarung oder Richtlinie als mögliche Abweichung. Formulieren Sie Laufzeit, Kündigungsgründe und Fristen sorgfältig und prüfen Sie das Recht des Arbeitsstaats.

Was ist ein Employee Handbook?

Ein Employee Handbook ist die schriftliche Sammlung der Regeln und Richtlinien des Arbeitgebers. Rechtlich vorgeschrieben ist es nicht: Die EEOC schreibt, schriftliche Richtlinien helfen Beschäftigten, Regeln und Erwartungen zu verstehen, und können die Haftung begrenzen, falls eine Beschwerde eintritt.

Richtlinien können aber rechtliche Wirkung haben. Maryland nennt eine ausdrückliche Vereinbarung oder Richtlinie als möglichen Gegenstand einer Abweichung von at-will, und in Montana ist die wesentliche Verletzung der eigenen schriftlichen Personalrichtlinie ein Grund für eine rechtswidrige Kündigung. Beides gilt nur für diese Staaten; die Lehre vom stillschweigend vereinbarten Vertrag (implied contract) beschreibt keine der geprüften amtlichen Seiten, wir stellen sie daher nicht dar.

Übernehmen Sie ein deutsches Regelwerk nicht ungeprüft. Lassen Sie ein Handbuch für den Arbeitsstaat von US-Rechtsberatung prüfen und formulieren Sie keine Zusagen, die Sie nicht halten wollen.

Warum unterscheidet sich das Arbeitsrecht je Bundesstaat?

Weil Bundes-, Landes- und Kommunalrecht nebeneinander gelten können. Prüfen Sie Mindestlohn, Diskriminierungsschutz und bezahlte Freistellung bei den zuständigen Behörden des Arbeitsorts statt allein vom Bundesrahmen auszugehen.

Kalifornien beschränkt Wettbewerbsverbote im Arbeitsverhältnis weitgehend, vorbehaltlich des aktuellen Gesetzestexts und seiner Ausnahmen. Prüfen Sie die Regel und ihre Anwendung auf den konkreten Fall, bevor Sie eine deutsche Klausel übernehmen. Die bundesweite FTC-Regel ist nicht in Kraft und nicht durchsetzbar, deshalb bleibt das Recht des Bundesstaats zentral.

Das bundesweite Verbot der FTC ist nicht in Kraft; das sagt die FTC selbst: Die Non-Compete Clause Rule ist nicht in Kraft und nicht durchsetzbar. Die FTC stimmte am 5. September 2025 mit 3 zu 1 dafür, ihre Berufung zurückzunehmen und die Aufhebung hinzunehmen; ein Hinweis im Federal Register vom 12. Februar 2026 betrifft die Entfernung der Regel. Landesrecht wie das kalifornische gilt weiter.

Welche Diskriminierungsregeln gelten?

Das AGG schützt nach § 1 vor Benachteiligung wegen der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters und der sexuellen Identität; § 7 verbietet sie gegenüber Beschäftigten. Größenschwellen des AGG haben wir nicht geprüft.

In den USA verteilen sich die Verbote auf mehrere Gesetze. Nach der EEOC ist ein Arbeitgeber wegen Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht (einschließlich Schwangerschaft), nationaler Herkunft, Behinderung und genetischer Information erfasst, wenn er 15 oder mehr Beschäftigte hat, die in mindestens 20 Kalenderwochen im laufenden oder vorherigen Jahr für ihn arbeiteten; beim Alter (ab 40) liegt die Schwelle bei 20. Teilzeitkräfte zählen mit, selbstständige Contractor nicht. Der Equal Pay Act erfasst nahezu alle Arbeitgeber.

Für ein deutsches Unternehmen: Eine EEOC-Leitlinie von 1993 sagt, Title VII gelte für einen ausländischen Arbeitgeber, der innerhalb der USA diskriminiert, und der ADA im Allgemeinen ebenso, vorbehaltlich völkerrechtlicher Bindungen. Die Leitlinie ist alt; der Einzelfall gehört zu US-Rechtsberatung.

Was bedeutet das für Ihr Anstellungsmodell?

Das US-Arbeitsrecht ändert, was Sie in Vertrag, Kündigungsprozess und Leistungen berücksichtigen müssen. Welches Modell Sie wählen, ist eine eigene Frage: Angestellte, Contractor oder EOR vergleicht die Wege. Der Status hängt vom anwendbaren Rechtstest und den Tatsachen ab; prüfen Sie die zuständigen Bundes- und Landesbehörden, siehe W-2 oder 1099.

Im dokumentierten Modell von Deel wird Deel als rechtlicher Employer of Record (EOR) ausgewählt. Bestätigen Sie Anstellungseinheit sowie Payroll-, Vertrags-, Aufsichts- und Compliance-Aufgaben der Parteien schriftlich. Das Modell kann passen, wenn Anstellung die richtige Beziehung ist und keine geeignete US-Gesellschaft besteht. Der Ablauf fragt unter anderem Standort, Visabedarf, Rolle, Seniorität, Aufgaben und Vergütung ab und nennt Rollenbeschränkungen.

Wenn das Modell nach dem Vergleich passt, können Sie bei Deel EOR-Optionen für Ihren US-Bundesstaat erfragen (öffnet in neuem Tab). Vergleichen Sie die Antwort mit direkter Auslandsanstellung und einer geeigneten US-Gesellschaft.

Ein EOR kann ungeeignet sein, wenn Sie bereits eine US-Konzerngesellschaft haben, der direkte Weg beherrschbar ist oder der Anbieter die Rolle oder den Staat nicht abdeckt. Er ersetzt weder die Prüfung des Arbeitsstaats noch die Prüfung Ihrer eigenen Rolle als deutsches Unternehmen.

Weiterführende Ratgeber

Wichtige Begriffe

Angestellte Person
Eine Person, die über einen lokalen Arbeitsvertrag beschäftigt wird, wobei der Arbeitgeber für Lohnabrechnung, Sozialabgaben und die Einhaltung des lokalen Arbeitsrechts verantwortlich ist.
Contractor (Selbstständige Person)
Eine selbstständige Person oder ein Unternehmen, das für bestimmte Leistungen auf Basis eines Dienst- oder Werkvertrags beauftragt wird, ohne den arbeitsrechtlichen Schutz oder die Lohnabrechnungspflichten, die für Angestellte gelten.
Employer of Record (EOR)
Ein Drittanbieter, der eine Person im Auftrag eines Kundenunternehmens rechtlich anstellt, in einem Land, in dem das Kundenunternehmen keine eigene Gesellschaft hat, und dabei lokale Lohnabrechnung, Verträge und Compliance übernimmt.
Scheinselbstständigkeit
Die Behandlung einer Person als Contractor, obwohl das lokale Recht sie aufgrund der tatsächlichen Arbeitsbeziehung als Angestellte einstufen würde, was Steuernachforderungen, Bußgelder und arbeitsrechtliche Ansprüche nach sich ziehen kann.

Schlusscheckliste

  • Den Arbeitsstaat und die Kommune festlegen, bevor Vertrag oder Richtlinien entstehen.
  • Kündigungen nach at-will-Regeln und ihren Grenzen planen, nicht nach dem Kündigungsschutzgesetz.
  • Im Offer Letter keine Zusagen zu Dauer, Kündigungsgründen oder Fristen machen, die Sie nicht halten wollen.
  • Urlaub, Feiertage und Krankheitstage ausdrücklich im Vertrag oder in der Richtlinie regeln und das Recht des Arbeitsstaats prüfen.
  • Ein aus Deutschland übernommenes Wettbewerbsverbot vor Vertragsschluss nach dem Recht des Arbeitsstaats prüfen.
  • Ein Employee Handbook vor der Verwendung von US-Rechtsberatung für den Arbeitsstaat prüfen lassen.
  • Prüfen, ob die US-Mitarbeiterzahl der Unternehmensgruppe die Schwellen für Krankenversicherung und Diskriminierungsschutz erreicht.
  • Bei einem EOR schriftlich klären, wer rechtlicher Arbeitgeber ist und welche Aufgaben beim deutschen Unternehmen bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Sind Kündigungen in den USA wirklich jederzeit möglich?

Nach USAGov erlauben alle Bundesstaaten außer Montana at-will-Beschäftigung, vorbehaltlich rechtswidriger Gründe und anwendbarer vertraglicher Grenzen. In Montana gilt at-will während der Probezeit des Arbeitgebers; danach umfassen die gesetzlichen Grenzen den guten Grund.

Wie viele Urlaubstage hat man in den USA?

Regeln Sie Urlaubsanspruch, Erwerb und Übertragung in Vertrag oder Richtlinie und bestätigen Sie aktuelle Bundes-, Landes- und Kommunalvorgaben des Arbeitsorts. Übernehmen Sie nicht automatisch den deutschen gesetzlichen Umfang.

Zahlt der Arbeitgeber in den USA bei Krankheit weiter?

Der FLSA schafft für Beschäftigte der Privatwirtschaft keinen allgemeinen Anspruch auf bezahlte Krankheitstage. Regeln von Bundesstaaten und Kommunen können einen Anspruch vorsehen, prüfen Sie daher das aktuelle Recht am Arbeitsort. Der FMLA schützt Freistellung, verlangt selbst aber keinen Entgeltersatz.

Muss ich US-Mitarbeitern eine Krankenversicherung anbieten?

Ein applicable large employer, grundsätzlich mit durchschnittlich mindestens 50 Vollzeitbeschäftigten einschließlich Vollzeitäquivalenten im Vorjahr, kann bei Eintritt der gesetzlichen Bedingungen eine Zahlung schulden. Prüfen Sie die aktuelle Bundesberechnung und Regeln des Bundesstaats.

Gilt in den USA ein Mindestlohn?

Der zitierte Bundes-Code setzt 7,25 US-Dollar je Stunde. Prüfen Sie vor Festlegung des Lohns die aktuellen Sätze von Bundesstaat und Kommune bei den zuständigen Behörden des Arbeitsorts.

Brauchen US-Angestellte einen schriftlichen Vertrag?

Nehmen Sie keine einheitliche bundesweite Vertragsformregel an. Ein unterzeichneter Vertrag kann at-will begrenzen, wenn seine Bedingungen solche Grenzen schaffen. New York und Kalifornien verlangen beispielsweise bestimmte schriftliche Lohnangaben bei Einstellung.

Zu diesem Artikel

Allgemeine Orientierung, keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Prüfen Sie vor der Umsetzung die Anforderungen für Ihren konkreten Fall.

Quellen

  1. USAGov, Termination for employers, aktualisiert am 24. März 2025, abgerufen am 2. November 2026
  2. Maryland Department of Labor, Employment At-Will: Termination of Employment, abgerufen am 2. November 2026
  3. Montana Code Annotated 2025, Abschnitt 39-2-904, abgerufen am 2. November 2026
  4. Montana Code Annotated 2025, Abschnitt 39-2-903, abgerufen am 2. November 2026
  5. US Department of Labor, Fair Labor Standards Act: Fragen und Antworten, abgerufen am 2. November 2026
  6. US Department of Labor, Severance pay, abgerufen am 2. November 2026
  7. California Division of Labor Standards Enforcement, Termination of employment, Stand 1/2011, abgerufen am 2. November 2026
  8. US Department of Labor, Vacation leave, abgerufen am 2. November 2026
  9. US Department of Labor, Holiday pay, abgerufen am 2. November 2026
  10. US Office of Personnel Management, Federal holidays, abgerufen am 2. November 2026
  11. US Department of Labor Women's Bureau, Paid leave (Zahlen Stand Dezember 2024), abgerufen am 2. November 2026
  12. US Department of Labor, Family and Medical Leave Act, zuletzt aktualisiert am 26. Januar 2026, abgerufen am 2. November 2026
  13. US Department of Labor, Fair Labor Standards Act: Überblick, abgerufen am 2. November 2026
  14. US Department of Labor, Federal minimum wage, abgerufen am 2. November 2026
  15. US Department of Labor, State minimum wage laws, aktualisiert am 1. Juli 2026, abgerufen am 2. November 2026
  16. US Department of Labor, Overtime pay, abgerufen am 2. November 2026
  17. New York State Senate, Labor Law Abschnitt 195, abgerufen am 2. November 2026
  18. California Division of Labor Standards Enforcement, Notice to employee FAQ, abgerufen am 2. November 2026
  19. US Equal Employment Opportunity Commission, Creating employee policies, abgerufen am 2. November 2026
  20. GovInfo, 29 U.S.C. 157 (US Code, Ausgabe 2024), abgerufen am 2. November 2026
  21. GovInfo, 29 U.S.C. 158 (US Code, Ausgabe 2024), abgerufen am 2. November 2026
  22. US Equal Employment Opportunity Commission, Coverage: private employers, abgerufen am 2. November 2026
  23. US Equal Employment Opportunity Commission, How do you count the number of employees an employer has, abgerufen am 2. November 2026
  24. US Equal Employment Opportunity Commission, Compliance Manual Section 2: Threshold issues, abgerufen am 2. November 2026
  25. US Equal Employment Opportunity Commission, Enforcement Guidance zu Title VII und ADA bei Auslandsbezug, veröffentlicht am 23. Oktober 1993, abgerufen am 2. November 2026
  26. US Equal Employment Opportunity Commission, What laws does the EEOC enforce, abgerufen am 2. November 2026
  27. California Legislature, Business and Professions Code Abschnitt 16600, in Kraft seit 1. Januar 2024, abgerufen am 2. November 2026
  28. California Legislature, Business and Professions Code Abschnitt 16600.5, in Kraft seit 1. Januar 2024, abgerufen am 2. November 2026
  29. US Federal Trade Commission, Non-Compete Clause Rule, abgerufen am 2. November 2026
  30. US Federal Trade Commission, Pressemitteilung vom 5. September 2025 zur Non-Compete Clause Rule, abgerufen am 2. November 2026
  31. IRS, Questions and answers on employer shared responsibility provisions, geprüft am 20. Juli 2026, abgerufen am 2. November 2026
  32. HealthCare.gov, How the ACA affects small businesses, abgerufen am 2. November 2026
  33. Deel Help Centre, How to Create an Employer of Record contract, aktualisiert am 30. Oktober 2026, abgerufen am 3. November 2026
  34. IRS, Independent contractor or employee, abgerufen am 3. November 2026
  35. Kündigungsschutzgesetz § 1 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  36. Kündigungsschutzgesetz § 1a (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  37. Kündigungsschutzgesetz § 23 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  38. BGB § 622, Kündigungsfristen (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  39. Bundesurlaubsgesetz § 3 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  40. Bundesurlaubsgesetz § 4 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  41. BMAS, FAQ Brückenteilzeit (gesetzlicher Urlaub bei Fünf-Tage-Woche), Stand 7. Oktober 2025, abgerufen am 2. November 2026
  42. Bayerische Staatsregierung, Bayerisches Feiertagsgesetz, Art. 1, abgerufen am 2. November 2026
  43. Destatis, Zahl der Woche Nr. 50 vom 9. Dezember 2025, abgerufen am 2. November 2026
  44. Entgeltfortzahlungsgesetz § 3 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  45. BMAS, Mindestlohn, abgerufen am 2. November 2026
  46. BMAS, Pressemitteilung vom 29. Oktober 2025 zum Mindestlohn ab 2026, abgerufen am 2. November 2026
  47. Arbeitszeitgesetz § 3 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  48. Nachweisgesetz § 2 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  49. Betriebsverfassungsgesetz § 1 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  50. Betriebsverfassungsgesetz § 102 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  51. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz § 1 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  52. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz § 7 (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  53. SGB V § 5, Versicherungspflicht (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026
  54. SGB V § 249, Beitragstragung (gesetze-im-internet.de), abgerufen am 2. November 2026